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  Kirche zu Carlow

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Um 1260 Die erste Kirche ist in der Zeit des Übergangs der Romanik zur Frühgotik als Granitquaderbau errichtet worden. Das Gewölbe des Altarraumes ist wie eine Kuppel gebaut. Der Schluss-Stein hängt herab. Dieser Schluss-Stein ist für dieses Gebiet einmalig. Der Altarraum der alten Kirche wurde später in den Neubau übernommen.

 

Um 1500   Triumpfkreuzgruppe

Zu den Füssen des Auferstandenen ein Engel, der in einem Kelch das Blut auffängt.Das Kreuz läuft an den vier Enden in Vierpasse mit Namen und Zeichen der Evangelisten aus. Es ist  in allen Kanten mit stilisierten Blättern verziert.

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1610      Hartwig von Bülow, Domherr zu Ratzeburg  führt in   etlichen Kirchen aufwendige Renovierungen durch, so auch in Carlow. Er lässt in der Kirche eine Ausmalung durchführen und ein neues Gestühl einbauen. (Zwei Tafeln in der Kirche   zeugen davon)

 

Um 1695 Renovierung der Kirche durch Pastor Joachim Ernst Bredefeld.zum vergrößern anklicken

  1695    Die Kanzel in schwerem Barockstil ist eine Arbeit des Tischlermeisters   Christian Gese aus Schwerin.

In den Feldern sind die vier Evangelisten dargestellt.

 

1709  werden Fenster in das Kirchenschiff gebrochen, “da der geringe Mann nicht ein Buchstab hat lesen können , haben sich großherzige Leute gefunden, die die Fenster verehret haben“.

 

1715    wird ein kleiner Turm auf den Kirchengiebel gebaut; hier wird die Stundenglocke aufgehängt. 

 

1692-1695

Altar

Der Altaraufsatz besteht aus zwei Stockwerken; er ist reich verziert. Im unteren Stockwerk stehen die Figuren des    Mose und Aaron, im oberen Stockwerk die Figuren der Apostel Petrus und Paulus. Auf der Altarwand steht der Auferstandene zwischen zwei Engelsgestalten. 1885 erhielt der Altar ein neues Gemälde.

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1884      plant Pastor Eugen Emil Langmann den Neubau einer Kirche, da die alte Kirche in einem schlechtem Zustand war. Der Altarraum soll in den   Neubau mit einbezogen werden.

Der Neubau von Rickmann ist ein neugotischer Backsteinbau, einschiffig in Kreuzform.

 

Herbst   Abriss der alten Kirche. Beim Abriss der Kirche  wurde erst deutlich, wie weit sie durch ihr Alter schon verfallen war.

1885 Die Mauern stürzten fast von alleine ein.

Vor dem Winter wurden die Fundamente der neuen Kirche gelegt.

Richtfest der neuen Kirche

 

Im Altarraum wurden große Wandmalereien freigelegt. Sie stammten vermutlich aus dem Mittelalter. Die Malereien im Gewölbe stellten Szenen au derApokalypse dar. Die Wände des Altarraumes waren mit teppichartigen Mustern bemalt, vermutlich aus der Zeit der Bülowschen Renovierung. Man beschloss die Malereien wieder zu übertünchen, da sie in einem  schlechtem Zustand waren.

Die Renovierung der Kanzel und des Altars wurden von Malern aus Ratzeburg durchgeführt, ebenso die Ausmalung des Altarraumes. Das neue Altargemälde war ein Geschenk der Großherzogin. Es wurde von dem Maler Professor Kannengießer gemalt. Schönberger Maler arbeiteten am Kirchenschiff.

 

Pfingsten   Einbau der Orgel von Friedrich Friese aus Schwerin

                         Weihe der Kirche

 

1988/89 Renovierung der Kirche

 

2000      Restaurierung der Orgel durch die Firma  Alexander Schuke, Potsdam.

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Die Orgel

 

Die Orgel, der Kirche zu Carlow, wurde im Zusammenhang mit der Erweiterung der Kirche im Jahre 1888 durch den Schweriner Hoforgelbaumeister Friedrich Friese erbaut.

Mit dem Bau dieser Orgel ist es Friedrich Friese gelungen ein Instrument zu schaffen, das hervorragend in diesen Kirchenraum passt. Die Orgel verfügt über 14 Register, spielbar über zwei Manuale und ein Pedal. Sie ermöglicht im gesamten Kirchenraum ein vielfältiges Klangerlebnis. Dazu verhelfen der Orgel 744 Pfeifen, die sowohl aus Metall (eine Legierung aus Zinn und Blei) als auch aus Holz (Birnbaum, Eiche und Kiefer) bestehen. Die größte Pfeife (der Ton C des Violon 16‘) ist 5.08m lang, die kleinste (aus dem Register Mixtur) ist nur 2cm lang . Fachleute beurteilen die Orgel als ein "meisterhaft gebautes Instrument", welches in seiner ursprünglichen Substanz erhalten blieb.

Dennoch; ein folgenschwerer Eingriff war der im 1. Weltkrieg erfolgte Ausbau der Prospektpfeifen, dem Hauptregister der Orgel (der hohe Zinngehalt der Pfeifen war für die Kriegsindustrie interessant). In den 20er Jahren wurde ein minderwertiger Ersatz aus Zinkblech eingebaut, der weder klanglich noch ästhetisch befriedigt. Dies zu ändern ist der Kirchgemeinde zur Zeit leider finanziell noch nicht möglich. Aber notwendige Maßnahmen zur weiteren Erhaltung der Orgel sind geschehen: Die Mechanik ist überholt und vom Wurm zerfressene Teile sind ergänzt worden. Alle Pfeifen wurden gereinigt, die gesamte Orgel vom Staub der letzten Jahrzehnte gründlich befreit und abschließend neu gestimmt.

 

Wir freuen uns, wenn Sie die Restaurierung der Orgel unterstützen möchten.

Konto: 1608134        BLZ: 14061438

RVB Gadebusch

Stichwort: Orgel

(Spendenbescheinigung ist möglich)

 

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